Boykott

Ein Interview in der taz mit zwei BILD-boykottierenden Einzelhändlern in Ottensen …

Im gepflasterten Teil der Ottenser Hauptstraße gibt es jetzt gar keine Bild-Zeitung mehr. Die erste gibt es erst wieder in dem Kiosk mit türkischen Inhabern am Anfang der Straße. Das ist die Ironie der Geschichte.

la reine

Was bringt man von einem Kurzurlaub in Paris mit?

Jetzt mal abgesehen von dem vertrauten und immer wieder schönen Gefühl, sich treiben zu lassen in den Straßen, dem Wandern von Café zu Café, den nächtlichen Päuschen auf einer Seinebrücke, dem Staunen darüber, daß der Schlußtag der Apotheken-Rundfahrt immer noch die ganze Stadt in Aufruhr bringt und dem hemmungslosen Geldentsorgen, das bei solchen Kurzurlauben nicht ausbleibt …

Was bringt man also mit? Nein, nicht etwa ein Replikat des Eiffelturms, sondern die Queen. Mit Handtasche. In der sich eine Solarzelle befindet, die für ein königliches Winke-Winke sorgt. Das Kostüm wahlweise lachsfarben, lindgrün, altrosa oder veilchenfarben.
Hach, ich liebe das ;o)

Selbst der kleine, grantige, baskische Kellner in dem kleinen, grantigen, baskischen Café strahlte plötzlich über das ganze Gesicht: „Aaaah, la reine …!“

Figur der Queen

Einhundertfünfundzwanzig

Denn obwohl es wahr ist, dass es 125 Sportarten gibt, die ich nie betrieben habe, obwohl es wahr ist, dass ich die Sportseiten bei jeder Zeitung ungelesen in den Papierkorb stecke und obwohl es ebenso wahr ist, dass ich bei Sportveranstaltungen immer ein Buch dabei habe, so stimmt es andererseits auch wieder nicht, dass ich nie irgendeinen Sport betrieben hätte. Ich bin sogar der Erfinder des ersten Skateboards in Deutschland gewesen. Wofür ich dokumentarische Beweise habe!

Wie ich zufällig zum Skateboard-Pionier Deutschlands wurde.

Fremdschämen

Manchmal hat man ja wirklich den Eindruck, Blödheit ist zwingende Einstellungsvoraussetzung für einen Sportreporter.

Da steht der Fuzzi vom ARD vor dem vor Enttäuschung offensichtlich fast weinenden Lahm und bringt es wirklich über die Lippen zu fragen: „Wie groß ist jetzt die Enttäuschung?“
Die anderen zwei, drei Fragen waren von ähnlichem Kaliber. Bis hin zu einem Bestätigung heischendem „Wie wenig Lust haben Sie jetzt auf das Spiel um den dritten Platz?“

Himmelherrgott, was für eine blöde Pappnase …

arab.net(t)

Wahrscheinlich muß ich mir doch noch eine Sat-Schüssel an die Wand nageln. Besser als das Geschwätz von Bela Rethy und Co. allemal … ;o)

Update [19:10 Uhr]
Aaahja … der Spaß hat nicht lange gehalten:

Dieses Video enthält Content von FIFA. Dieser Partner hat das Video aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt.

Schade drum! Nun, ich würde ja jetzt gerne eine Nacherzählung liefern, aber 4:38 min herrlicher arabischer Kommentar zu vier herrlichen Toren würde mich denn doch arg überfordern ;o)

[gesehen bei paperholic]

Anfeuchten

Kompliziert wird es, wenn Islandmoos (Cladonia rangiferina, silvatica und alpestris) begünstigt wird, nicht aber Isländisches Moos (Cetravia islandica). Der Bundesrechnungshof nennt ein weiteres kurioses Beispiel: Wenn ein Adventskranz aus frischen Materialen geflochten wird, fällt der ermäßigte Steuersatz an. Wenn der Kranz aus Trockenpflanzen hergestellt wird, sind es 19 Prozent. In diesem Zusammenhang sah sich das Bundesfinanzministerium zur Klarstellung genötigt, dass Trockenmoos durch Anfeuchten nicht wieder zu frischem Moos wird.

Manches im Leben ist bisher einfach kräftig an mir vorbeigerauscht …

[zur Diskussion über Mehrwertsteuersatzausnahmen]

Büro 99

Patent- oder Gebrauchsmusteranmeldungen […]
können Staatsgeheimnisse enthalten. Diese Erfindungen unterliegen dann dem so genannten „Geheimschutz“. […] Alle beim DPMA eingehenden Patent- und Gebrauchsmusteranmeldungen aus bestimmten Klassen der Internationalen Patentklassifikation (IPC) werden zunächst dem Büro 99 zugeleitet. Hier werden dann die nicht geheimhaltungsbedürftigen Schutzrechtsanmeldungen in mehreren Schritten „ausgesiebt“.

Habe ich ein Staatsgeheimnis erfunden?
Und, wenn ja:
Was passiert mit meinem Staatsgeheimnis?
Spannende Fragen in den Geheimschutz-FAQ des DPMA ;o)

Einen kurzen historischen Blick auf Geheimpatente gibt es bei Wolfgang Pfaller … und wer schon dort ist, sollte sich natürlich grundsätzlich auf seinen durchaus launigen Seiten zu Patentgesetzgebung und Erfindungsschutz umschauen.

Trötet nur in B

Vorgestern sah man im Fernsehen Claudemir Jeronimo Barreto, besser bekannt als Cacau (nach seiner Einbürgerung auch als: Helmut), wie er für seine Tochter – oder wen auch immer – ein Happy Birthday auf einer Vuvuzela zu Gehör brachte.

Nun hat das Ding ja aufgrund der Posaunenarchitektur wohl nur einen Ton, annähernd ein B. Es heißt zwar, das besonders geübte Vuvuzelisten noch einen zusätzlichen, höheren Ton produzieren könnten, aber im Normalfall bleibt es eindeutig eintönig. Was ja auch bei den zweimal 90 Minuten gestern bereits als lautes Dauergebrumm zu vernehmen war.

Und während Cacau sein Wö-wö-wö-wö-wö-wöö zum Besten gab, was man eigentlich nur erkannte, weil man wußte, was es sein sollte, habe ich mich die ganze Zeit gefragt, an was mich das erinnert. Jetzt weiß ich es ;o))

Bild von Bello, dem sprechenden Hund

Herr Otto Mohl fühlt sich unwohl am Pol ohne Atomstrom.

Mit Geschmack und Farbsinn

Da es zu dieser Zeit noch keine Farbfotografie gab, wurden die Farben auf Glas-oder Papierbilder in mühevoller Kleinarbeit mit dem Pinsel unter einer Lupe aufgetragen. Als Farben wurden überwiegend Eiweißlasuren verwendet. Das Kolorieren bot keine technischen Schwierigkeiten, wohl aber mußte es mit gutem Geschmack und etwas Farbsinn ausgeführt werden. Es genügte nicht eine Wiese grün und den Himmel blau zu malen, sondern die Stimmung mußte in der Gesamtheit erfaßt und nach Möglichkeit in einer natürlichen Farbtönung wiedergegeben werden.

Koloriertes Stereophoto um 1860 ... (c) stereoskopie.com

Handkolorierte Stereophotos … und überhaupt alles über die Welt der Stereoskopie im virtuellen Museum für Stereophotografie und Stereoskopie