Kompress

Die Druckluftbremsen an Schienenfahrzeugen sind eine besondere Entwicklung der Technik. Es wurde hier keine bestehende Technik an die Eisenbahn adaptiert, wie zum Beispiel die elektrische Beleuchtung an Automobilen, sondern es wurde bei null mit der Entwicklung angefangen. Die Technik der Druckluftbremsen ist untrennbar mit der Entwicklung der Eisenbahn verbunden. Schnellere und schwere Züge zogen die Entwicklung neuer Bremsbauarten nach sich.

Drucklufterzeugung und Steuerventile für Dampf- und für Motorlokomotiven, für Personen- und für Güterzüge.

Abbildungen und Funktionsbeschreibung, Geschichte und Entwicklung.

Olav Kettner ist Lokführer, hat bei der Bahn Maschinenschlosser gelernt und sammelt alles zu Druckluftbremsen … Die Bremsenbude.

Schematische Darstellung des Bremsvorgangs einer einlösigen Druckluftbremse.

postiques

Eine große Kiste mit Ganzsachen und Ansichtskarten steht auf dem Tisch und harrt ihrer Aufbereitung. Und der Bote bringt recht häufig Material ins Haus. Dieses Weblog soll dazu beitragen und als virtuelles Archiv für all diejenigen Stempel, Marken, Karten und Ganzsachen dienen, die besonders interessant erscheinen. Darüber hinaus sammeln sich Zeitungsmeldungen, Zitate, Kuriose, Fotografien und Eindrücke zum faszinierenden Thema Post. Aus der physischen Kramkiste wird so eine digitale. Warum auch nicht?

Ebend ;o)

Und wer schon immer mal wissen wollte, was passiert, wenn ein magistrierter Bibliothekswissenschaftler, Politikwissenschaftler und Soziologe sich zur Philatelie und zur Kartophilie [sic!] bekennt, sollte unbedingt einen Blick auf postiques werfen.

Von wegen verstaubte Bunte-Bildchen-Bürokraten, die mit den jetzt 60plus-Akteuren endgültig aussterben werden.

Bei postiques geht es bspw. um „Erwähnungen des Abschickens, Erhaltens und Lesens von Briefen“ bei Nabokov und um die Philatelie bei Walter Benjamin.

Was der Zunft der Philatelisten in der öffentlichen Wahrnehmung ebenfalls leider generell abzugehen scheint, ist der intellektuelle Anspruch im Umgang mit den postalischen Medien, wie ihn Walter Benjamin pflegte und wie er durch die Postmoderne durchgewaschen durchaus in spielerischerer, aber genauso origineller und tiefgründiger Form auch heute noch möglich wäre. […] Grund genug nassklebend zu frankieren und Handstempel am Schalter einzufordern, solange die Möglichkeit dazu besteht. Als lebensverlängerende Maßnahme also für einen der schönsten kulturellen Anachronismen, der uns aus dem 20. Jahrhundert überliefert ist. Und vielleicht auch im Andenken an einen der größten Kulturtheoretiker Europas.

Briefmarken sind eben doch immer mehr, als der aufgedruckte Wert in Papierform. Es geht um Kulturgeschichte und -geschichtchen. Um die Faszination einer  slow communication. Habe ich das grad erfunden? Vielleicht … trifft es aber ;o)

Oder, wie es in einem zitierten „Hohelied auf die Postkarte im Zeitalter der elektronischen Nachrichtenübermittlung“ heißt:

Postkarten haben oft einen langen Weg hinter sich, wurden gekauft, geschrieben, frankiert, abgeschickt. Sie sind durch viele Hände gegangen, haben mehrfach Grenzen passiert und das Transportmittel gewechselt. Zuhause bei uns kommen sie an die Pinnwand oder liegen herum, bis sie im Papierkorb landen – oder vielleicht doch in einer Sammlung? Jemand hat auf der anderen Seite der Erde oder sonst wo an uns gedacht: Das allein ist eine angenehme Vorstellung, Freude, auch Trost – und die Karte mit der Ansicht, Adresse, Briefmarke und Stempeln fast ein historisches Dokument.

Sehr schön das. Und macht eindeutig Freude beim Lesen.

Und wer schon mal dabei ist, sollte auch einen Blick auf die anderen Projekte von Ben Kaden werfen. Nur mal so gesagt ;o)