Plenty of wear

Peter Falk ist gestern gestorben. Grund genug, nochmal einen alten Beitrag hervorzukramen …

Columbo auf Leinwand und Papier, in Kreide, Öl und Kohle. Die Zeichnung unten stammt übrigens von Peter Falk selbst. Auch wenn er sonst, wie er sagte, »nackte Frauen« als Motiv bevorzugte, ließ er sich doch ab und an überreden, seine Sicht auf sein alter ego zu skizzieren.

Aber Columbo-Art ist natürlich nur ein Teil einer recht prallen Fanseite, die so ziemlich alles rund um Columbo präsentiert. Seine Auftritte, sein Mantel, sein Auto, den Hund namens Hund, Mrs. Columbo, Filmfehler, Columbo-Cartoons, Gastauftritte in anderen Comics, eine schöne Betrachtung über Columbos Zigarren u.v.m.
Den besten Überblick über den Inhalt gibt es im scrapbook.

Every once in a while I think about gettin‘ a new coat, but there’s no rush on that. There’s still plenty of wear in this fella!

Pöösi

Wo andere schöne Verse schreiben,
da sag ich nur das schlichte Wort:
Ich bin dir gut und will es bleiben,
zu jeder Zeit, an jedem Ort.
Liebst du mich, so lieb ich Dich.
Hoppsassa, Gedankenstrich – – –

Freundschaft und Liebe, Lachen und Glück, Abschied und Trost in PoesiealbenSprüche, eingescante Seiten und eine allerliebste Sammlung von Glanzbildern.

Glanzbild aus Stephanie D'heils Sammlung zu Poesie-Alben

Herz des Nordens

From the teens through the twenties, many movies were set in the north woods, the Northwest, and beyond the trees to the Arctic–snow pictures. Adventures set in a hearty north land, now largely forgotten in favor of Westerns, were immensely popular.

Wälder und Wasserfälle, Eisschollen und Waldbrände. Bären und Wölfe. Mounties, Holzfäller, französisch sprechende Trapper. Karierte Wollhemden und kleine Schnäuzer. Und natürlich: Liebe, Hass und Gier.

Und jede Menge klasse Filmtitel ;o)

North Woods Dramas: The Forgotten Genre

Filmplakat ... Heart Of The North

Brechungsgesetz

Eine umfassende Geschichte der Sehhilfen – Brillen und Sonnenbrillen, Linsen und Lesesteine. Brillen in der Kunst, etwas Kulturgeschichte der (österreichischen) Optiker, Allegorien und Embleme des Optikerhandwerks, Maschinen und Gerätschaften um 1920 (Glasschneidemaschinen, Schleifsteine u.a.), optisches Spielzeug und laufende Bilder aus der Biedermeier-Zeit.
Dazu verschiedene historische Buchauszüge: Die Optik aus Sicht des 18. Jhh., über gerichtsmedizinische Aspekte von (vorgetäuschten) Augenverletzungen u.a.m.

Darstellung eines brilletragenden Apostels ... Klosterneuburger Flügelaltar

El Hombre Lobo

The name Werewolf most likely derives from Old English wer (or were) and wulf. The first part, wer, translates as „man“ (in the sense of male human, not the race of humanity). It has cognates in several Germanic languages including Gothic wair, Old High German wer and Old Norse var, as well as in other Indo-European languages, such as Latin vir, Lithuanian vyras and Welsh gwr, which have the same meaning.

The second half, wulf, is the ancestor of modern English „wolf“; in some cases it also had the general meaning „beast“. An alternative etymology derives the first part from Old English weri (to wear); the full form in this case would be glossed as wearer of wolf skin.

Obwohl dem Sujet entsprechend düster in schwarz und rot gehalten, ist die Werewolfpage eine recht bunte Zusammenstellung … viele historische und zeitgenössische Illustrationen, Kurzgeschichten, eine Zusammenstellung von Mythen und Legenden.
Umfangreich der Film-Teil, chronologisch von 1913 bis heute – Titel, Kurzbeschreibungen, Poster, ein paar Scripte, Filmausschnitte, Standphotos.

D. L. Ashliman wiederum beschäftigt sich allgemein ausgiebig mit Fabeln, Märchen und Sagen und hat u.a. eine kleine Sammlung von ihm übersetzter deutscher Werwolf-Legenden veröffentlicht … Werewolf Legends from Germany.

Ein umfangreiches Archiv von Werwolfprozessen in der frühen Neuzeit, also Hexereiprozessen, »bei denen der Vorwurf der Wolfsverwandlung eine Rolle spielte oder bei denen es freiwillig oder unter der Folter zum Geständnis der Wolfsverwandlung kam«, hat Elmar Lorey zusammengetragen.

Interessant auch seine Übersichtsseite zum Bereich Hexenverfolgung, die etliche Aspekte beleuchtet – wie hat der Werwolf Eingang in die Hexenprozesse gefunden, Verortung in der Literatur, was ist in Sagen und Mythen geblieben. Dort findet sich u.a. auch ein schönes Gedicht von Dario Fo

Ach, ich bin ja so gefräßig.
Werwolf bin ich, will ich sein.

Filmankuendigung: Company of Wolves

Antiseptikum mit Seitenhals

Was denn … Sie haben wirklich kein Odol?

Eine der Geschichten über den Odol-König Karl August Lingner, die mich immer fasziniert haben.

Da hatte er Anfang der 1890er Jahre, nachdem seine Hinterhofproduktion von Rückenkratzern und Stiefelanziehern keinen rechten Erfolg mehr versprach, soeben das antiseptische Mundwasser kreiert und schickte nun in den Semesterferien eine Horde Studenten in die Dörfer des Erzgebirges. Die hatten auf ihrer Wanderung jedes Seifen- u. Drogeriegeschäft aufzusuchen, dort Odol zu verlangen und anschließend den Ladenbesitzer völlig fassungslos »Wie, das kennen Sie nicht?« zu fragen. Was in kürzester Zeit Lingners Auftragsbücher kräftig füllte.

Seine erste Marketing-Großtat … nach dem Entwurf der unübertrefflich prägnanten Seitenhals-Flasche, wohlgemerkt. Und dem in allen Sprachen gleichklingenden Markennamen Odol, natürlich.

Aber auch sonst tat Lingner sich eifrig als Marketing-Pionier hervor. Ein eigenes Anzeigenkontor speziell für Odol, eine konzertierte Werbeaktion für 1 Million Reichsmark (zeitgleich in allen wichtigen Publikationen weltweit) und schließlich 1911 die 1. Internationale Hygiene-Ausstellung Dresden … mit fünf Millionen Besuchern aus aller Welt während eines halben Jahres. Diese Austellung begründete auch den späteren Bau des Hygiene-Museums in Dresden.

Der Schweizer Ableger der Odol-Seiten bietet einen kompakten und informativen Überblick zur Historie – von 1893 bis 2006.

Eine ausführliche Biographie Lingners sowie Texte und Bilder zu Leben und Schaffen bietet das Lingner-Archiv von Dr. Ulf-Norbert Funke.

Bild aus der Odol-Werbung

Rekonstruktion

Information passed along to me from the Medical Examiner, Dental specialist and Investigators can provide me with clothing and shoe sizes and skeletal details that can be used to determine size and weight of the subject. This information will tell me that the subject was heavy with prominent jowels, thin and bony with sunken cheeks etc. All this information is important in identifying the subject. A water borne individual will be bloated and beyond recognition if much time had been spent in the water. Shoe and clothing size will be very important in determining head details. Suicides usually make sure there is no identifying matter on their person. I try, diligently, to use only that information provided me. I am not prone to be creative in this respect. Is it an exact science? I will be the first to admit that it is not.

Aber spannend ist es allemal. Die forensische Rekonstruktion von Schädeln. Dreidimensionale Phantombilder, nicht per Computer, sondern mit den Händen modelliert.

Zur Rekonstruktion vorbereiteter Schaedel

Alterniert mit dem Haarbeutel

Herrn Lavaters große Physiognomik veranlaßte zwischen zwei Freunden Spott. Der eine mokierte sich über die Silhouette des hoffnungsvollen Jünglings, den Herr Lavater zum Genie vom ersten Range erhob, und da ihm eben ein junges Schwein begegnete, so fiel ihm ein, daß sich über die hoffnungsvollen Schweinsjünglinge wohl was Physiognomisches sagen ließe. Dieser hinzugeworfene Gedanke fachte den Witz des Verfassers sogleich an, diese Aufsätze zu machen.

Georg Christoph LichtenbergFragment von Schwänzen.

Skizzen von Lichtenberg

Au Backe

Geräusche in der Zahnheilkunde machen oft Angst. Zur Vorbereitung auf einen Zahnarztbesuch kann es angstmindernd sein, sich mit diesen typischen Zahnarzt-Geräuschen auseinander zu setzen.

Rosenbohrer und Turbinenbohrer, ein gurgelnder Sauger und ein fröhlicher Zahnsteinraspler … im mp3-Format mit Kunstkopf aufgenommen.

Desensibilisierung [etwas runterscrollen]
Zahnextraktion im alten Stil

Krummhorn und Schalmei

Eine wahrlich gigantische Linksammlung zu alten und sehr alten Musikinstrumenten und Komponisten – Mittelalter, Renaissance und Barock. Als Gesamtliste, nach Ära oder nach Herkunft.

Dazu ein Verzeichnis ausgewählter Instrumentenbauer (weltweit). Wirklich klasse!

Als privat organisiertes Webportal für Musikfreunde in Chicago und Umgebung, sind die ebenfalls umfangreichen Abschnitte über Orchester, Solisten und Organisationen, über Veranstaltungskalender und Auftritte für Europäer natürlich nur eingeschränkt von Interesse. Aber allein die o.a. Linksammlungen bieten schier unendlichen Wühlspaß.

Bild zu Krummhorn und Schalmei