Herrn Lavaters große Physiognomik veranlaßte zwischen zwei Freunden Spott. Der eine mokierte sich über die Silhouette des hoffnungsvollen Jünglings, den Herr Lavater zum Genie vom ersten Range erhob, und da ihm eben ein junges Schwein begegnete, so fiel ihm ein, daß sich über die hoffnungsvollen Schweinsjünglinge wohl was Physiognomisches sagen ließe. Dieser hinzugeworfene Gedanke fachte den Witz des Verfassers sogleich an, diese Aufsätze zu machen.
“Es geht also gar nicht ums Geld?” Er wendet sich ab, spricht zu sich selbst: “So ein Amateur. Und der will Weltmeister werden.” Draußen zerbirst eine Scheibe, jemand stöhnt auf.
Ein Drama von Thomas Hummel.
Mitwirkende: Die üblichen Verdächtigen und ein Stück Rollrasen.
Was erwartete ein Theaterzuschauer im alten Rom, wenn er das Wort Katastrophe hörte? Den positiven Ausgang des Bühnenstücks. Was erwartete der Beerdigungsgast im barocken Deutschland, wenn er in der Leichenpredigt hörte, der Verstorbene habe „eine glückliche Katastrophe“ durchlaufen? Er hoffte, dass auch ihn, wenn es einmal soweit wäre, eine solche Katastrophe ereilt, um Glück und Unsterblichkeit zu erlangen. Wo aber blieben die Schrecken von Naturkatastrophen?
(…)
Katastrophe war von der griechischen Antike bis hin zu Diderots und d’Alemberts „Encyclopédie“ (1751) fast ausschließlich ein Begriff für die glückliche Wendung eines Dramas.
Olaf Briese im Tagesspiegel zur Begriffsgeschichte der Katastrophe.
“Über die Verantwortung einer jungen, begabten Autorin, die mit der Sharing-Kultur des Internets aufgewachsen ist, mag man streiten”, schreibt Hegemanns Verlegerin Siv Bublitz. Als Legitimation kann das kaum durchgehen, zumal Buchhandel und Feuilleton stets die Verwahrlosung des Urheberrechts beklagen, sobald von Googlebooks oder Musikpiraten die Rede ist. Die Ironie darin ist, dass sich ausgerechnet das Medium gegen Hegemann wendet, das zugleich als Kronzeuge für ihre Geisteshaltung bereitstehen muss: Nicht der Lektor bemerkte das Plagiat, es war ein Blogger.
Einmal gab es eine große Schlägerei, und in einer Minute gingen 50 Pints zu Bruch (…) Ein Mann zerschlug einem anderen das Glas auf dem Schädel. Einem quoll das Auge raus. Es war ein Blutbad. Es hat Scherben gehagelt. Die Leute sind hinter dem Tresen in Deckung gegangen.
Stellen Sie sich mal Handkontrollen vor, die 80 Gramm Sprengstoff in einer Unterhose aufspüren sollen. Das würde Ihr Befinden vor einer Flugreise gewiss erheblich beeinträchtigen.
Volker Zintel, Sicherheitschef des Frankfurter Flughafens, über die Vorzüge des Nacktscanners [via taz]
Two Rivers. Wisconsin.
13.000 Einwohner, geringe Kriminalitätsrate mit Planübererfüllung der Ordnungshüter (… with 30 violent crimes in 2008, our police solved 31 – a clearance rate of 103% …) und verbürgter wahrer Geburtsort des Ice Cream Sundae.
Aber weitaus interessanter: Dort findet man das Hamilton Wood Type & Printing Museum. Einhundertunddreißig Jahre amerikanische Holzlettern- und Druckgeschichte.
Operated by volunteers of the Two Rivers Historical Society, the Hamilton Wood Type and Printing Museum is the only museum dedicated to the preservation, study, production and printing of wood type. With 1.5 million pieces of wood type and more than 1,000 styles and sizes of patterns, Hamilton’s collection is one of the premier wood type collections in the world.
(…)
Hamilton volunteers host educational demonstrations, field trips, workshops and offer opportunities for artists, printers, historians and other scholars to experiment with this vast wood type collection. “We have benefited from the life experiences of the many people who actually made the exquisitely detailed wood type and who still reside in Two Rivers,” says Van Lanen. “These people are in their 70s and 80s. They showed us, from memory, how the type workshop really operated – the old secrets that make these extraordinarily beautiful and distinctively American alphabets.”
Und es gibt einen schönen Film, enstanden zum 10-jährigen Bestehen des Museums in 2009, der nostalgisch stimmt und das Typoherz erfreut – drüber gestolpert bei Ralf Herrmannsopentype.info.
Imagery and symbolism are important facets of alchemy. There are the little graphic signs for alchemical substances and processes, the images of alchemical apparatus and laboratory equipment, and the beautiful and enigmatic emblems and series of emblems that adorn many alchemical books and manuscripts. There are also a number of paintings on alchemical themes, and some artists were influenced, however peripherally, by alchemy.
Eine Rundum-Linksammlung zu allem, was mit Blitzen zu tun hat … physikalische Beschreibungen und wissenschaftliche Untersuchungen, Photos und Tips für Photographen, Sicherheitstips, Berichte, Meldungen und Geschichten.
James Joyce, realising that Ulysses would never win the Booker Prize, made a living by travelling the concert halls of Europe playing the banjo with his teeth out while demonstrating positions from the Kama Sutra. He earned far more from his stage act than he ever did from his writing.
Drüber gestolpert bei Mike Harding, der übrigens ein begnadeter Fliegenfischer ist und einen sehr schönen Band namens A Guide to North Country Flies and How to Tie Them veröffentlicht hat.
Auszüge als PDF-Download …
Nur, falls es jemanden interessieren sollte … ;o)
For those new to Flamenco, here is a Flamenco glossary that describes words and phrases used. These are gleaned from many resources including newsgroups, books, magazines, television, radio, and musical releases.
Many of the phrases are used at Juergas to spur the singers, guitarists and dancers along.
Als Heranwachsender hat ein Onkel in einem Männergespräch zum Thema “Junge, was willst Du denn mal werden?” mir vorgeschlagen: Hautarzt. Das sei sehr einträglich. Hautkrankheiten gäbe es immer und die Patienten würden nie wirklich gesund. Ein klasse Beruf.
Was das mit Browsern zu tun hat?
Nun, ich bin jetzt seit 20 Jahren im Binär-Gewerbe. Und wenn man sich lange mit etwas beschäftigt, verfällt man oft dem Glauben, es gäbe nichts mehr, was einen wirklich überraschen würde. Sicherlich mal hier und da neu sortierte Probleme, an denen man sich dann abarbeitet, aber wirklich überraschend? Mmh.
Mein Browser sieht das grade anders.
Und hat irgendwann in den letzten Tagen beschlossen, mir im Impressum (hier im koewi.log) keine Telefonnummer mehr anzuzeigen. Die Nummer ist einfach verschwunden. Nur noch der Bezeichner (Tel.) bleibt stehen. Das ganze aber – wohlgemerkt – nur in meinem Firefox. IE, Opera und Safari hingegen zeigen an, was sie sollen.
Mal abgesehen davon, daß ich in alter Anwender-Tradition lauthals verkünde: Ich hab nichts gemacht! und in den letzten Tagen auch weder ein FF- noch ein WP-Update passiert ist, wüßte ich gerne, worum es eigentlich geht.
Wenn ich im FF die Seite neu lade, blitzt für einen Bruchteil die komplette Zeile auf, wie sie sein soll. Und dann *plöp* ist wieder nur der Bezeichner da. Entsprechend sieht dann auch der Auswahl-Quelltext aus.
IE, Opera, Safari
Und das liegt FF zugrunde ...
Absätze, Zeilenumbruch, und nbsp kann man getrost ignorieren. War nur ein Versuch, die Zahlen-/Zeichenkombination der Nummer aufzubrechen bzw. einzukapseln. Was bleibt ist, daß ich es reproduzieren kann. Und wenn ich den Bezeichner entferne, macht er das gleiche Spiel in der nächsten Zeile bei der Faxnummer. An irgendeiner Stelle zwischen WordPress, dem verwendeten Thema, der Zeichenfolge innerhalb der Nummer (samt Plus, Punkt, Klammer) und dem Rendern verschluckt er sich. Aber halt nur der FF. Seltsam.
Fazit: Ich werde das jetzt erstmal ignorieren. Und wer aus formalen oder sonstigen Gründen meine Tel.-Nummer braucht und sie nicht im Impressum lesen kann, möge bitte eine Mail schicken … oder ins Telefonbuch schauen ;o)
Horror-Eltern:
Ihr Papagei konnte sprechen,
ihre Kinder nicht
Bild? Kölner-Express?
Ich weiß es nicht mehr. Irgendwann heute an einem Kiosk auf einem Aussteller gesehen. Und immer noch summt diese Schlagzeile mit verschiedenen Melodien im Kopf herum.
Manchmal sind Boulevard-Schlagzeilen wirklich großes Kino …
Tintenkissen und Pigmentkissen. Wasserlöslich, wasserfest, hitzefixierbar. Materialien und Technik.
Die bekanntesten Stempelkissen in einer netten Übersicht.
Die skurrilsten Särge hat Hello bereits angefertigt, ein Passagierschiff, eine Bierflasche, ein Rennauto, ein Chamäleon oder ein Krokodil mit Beute im Maul. Die Modelle sagen etwas über die Persönlichkeit der Toten, ihre Träume und den Beruf aus. Wer schon immer fliegen wollte, es aber zu Lebzeiten nicht geschafft hat, bekommt ein Flugzeug, ein Kioskbudenbesitzer wird in einer Colaflasche beerdigt und ein Fischer findet seine letzte Ruhestätte in einem Fisch.
Diese Sargmodelle werden für Touristen natürlich auch in handlicherem Format als Mitbringsel angeboten.
Mein Sohn kam gestern aus Ghana zurück und hat mir das Modell Bierflasche mitgebracht. Mit geschnitztem Kronkorken und Luke im Bauch.