Theologische Zoologie

Es ist eine Anspielung auf die „Theologische Anthropologie“, also die theologische Würdigung des Menschen. Uns geht es darum, das Tier aus christlich-biblischer Sicht zu betrachten und zu würdigen. Weil unsere Arbeit interdisziplinär ausgerichtet ist, fließen die Erkenntnisse der Evolutions- und Verhaltensbiologie mit ein. So räumen wir mit Irrtümern über die Tiere auf, die im Gegensatz zu den Menschen nicht aus dem Paradies vertrieben wurden und in der Bibel omnipräsent sind.

Ich muss die biologischen Fakten ernstnehmen und manche theologische Deutung in Frage stellen. Ich halte nichts von der Auffassung des Menschen als Krone der Schöpfung und als einzigem Lebewesen mit Seele.

Ich finde es oft halbherzig, wie kirchliche Kreise mit dem Thema „Bewahrung der Schöpfung“ umgehen: Sonne, Mond und Sterne und ein bisschen Klima. Gesellschaftspolitisch brisante Themen wie Massentierhaltung finden gar nicht statt. Dabei muss man sich mal vorstellen, was passieren würde, wenn alle kirchlichen Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Kindergärten nur noch Fleisch aus artgerechter Haltung verwenden würden.

Dr. Rainer Hagencord in einem Interview mit dem WDR anläßlich der Eröffnung des Instituts für Theologische Zoologie in Münster.

Teil des Signets des Instituts für Theologische Zoologie in Münster

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