Günter geht

Wir können doch keine neuen Trennlinien durch Europa ziehen. Ein Land wie Georgien war schon Teil eines christlichen Europas, als unsere Vorfahren in Germanien noch dicke Bäume angebetet haben. Also: „Zu kompliziert“, „zu weit weg“ oder gar „zu arm“ dürfen wir als Einwand gegen einen EU-Mitgliedschaftswunsch nicht gelten lassen.
[…]

Die Türkei hat seit fast 50 Jahren ein Beitrittsversprechen. Ihre Zugehörigkeit zu Europa war geostrategisch nie so wichtig wie heute. Der Islam hatte immer seinen Platz auch in Europa. Europa ist kein christlicher Club. Und die kulturelle Distanz zwischen einer finnischen Universitätsstadt und einem sizilianischen Provinznest ist mit Sicherheit größer als zwischen Köln und Istanbul.

Eigentlich habe ich ihn nie sonderlich gemocht … weder in seiner FDP-, noch in seiner aktiven SPD-Zeit, noch in seiner Präsentation als EU-Kommissar – so ich ihn denn wahrgenommen habe.

Aber heute ein mir sympathisches Interview mit ihm im Kölner Stadt-Anzeiger: Der scheidende EU-Kommissar Günter Verheugen.

Bild von G. Verheugen

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